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Hier findest Du einige besondere Schallplatten von Klaus Wunderlich mit Kommentaren vom ehemaligen BBC Moderator und grossen Wunderlich Fan, Alan Ashton, welcher die Texte extra für diese Website aufbereitet hat. Weitere interessante Infos von Alan Ashton auch – hier.


KAUF’ DIR EINEN BUNTEN LUFTBALLON (TELEFUNKEN SLE 14328-PEX)
Hammond C-3 mit Rhythmus- und Gesangsgruppe: Sonja Michael and the Centauris. 14 Titel, von denen vier reine Solo-Orgelaufnahmen sind; alle Titel hat Klaus Wunderlich später noch einmal auf anderen LPs neu aufgenommen.
 Das Cover zeigt die Gesangsgruppe, Wunderlich sitzt an der C-3. Veröffentlicht ca. 1963.
 Trotz englischsprachiger Covertexte wurde diese LP nie im Vereinigten Königreich veröffentlicht. Exemplare für England mussten speziell bei Telefunken bestellt und importiert werden. Die Begleittexte weisen darauf hin, dass er Musik für Filme komponiert habe, allerdings kann der Autor dies nicht bestätigen, ebenso wenig, für welche Filme dies gegebenenfalls zutraf. Die Gesangsgruppe scheint spurlos verschwunden zu sein. Stand 2013 wurde diese LP weder neu aufgelegt noch in eine Compilation aufgenommen.
Hier ein akustischer Querschnitt durch diese Aufnahmen:


HAMMOND POP SERIES
Diese Telefunken-Serie umfasste insgesamt 10 Veröffentlichungen, beginnend Ende der 1960er Jahre und fortgeführt bis in die frühen 1970er. Sie erschien als LP, Kassette und teilweise sogar als 8-Track-Cartridge. Jede Veröffentlichung wurde mit einer Rhythmusgruppe eingespielt, allerdings ohne namentliche Nennung der Musiker.
 Viele frühe Veröffentlichungen ausserhalb dieser Serie weisen oft leicht unterschiedliche Vorder- und Rückseitenmotive auf, alle POPS-Alben hingegen zeigten attraktive Fotomodelle auf den Frontcovern, das funktionierte in den 80er Jahren sehr gut ;-) HAMMOND POPS Vol. 9 erschien, als Klaus Wunderlich bereits sein eigenes Tonstudio gebauthatte. Dadurch konnte er sich beliebig viel Zeit für Aufnahmen nehmen, ohne die hohen Kosten kommerzieller Studios und Reisekosten.
Im folgenden Demo sind in chronologischer Reihenfolge einige Ausschnitte aus allen zehn Produktionen zu hören. Auffallend ist bei 5:18 der Wechsel von Hammond Pops 8 auf 9. Den Unterschied hört man vor allem beim Bass, der nun von Klaus im eigenen Studio selbst eingespielt wurde.

 

AROUND THE WORLD WITH KLAUS WUNDERLICH (ST 3002/1-2)
Offenbar das Erste von mehreren Doppelalben im Gatefold-Format (zwei oder mehr Langspielplatten in einer im LP-Format aufklappbaren Hülle). Das Cover zeigt Klaus Wunderlich in typischer mexikanischer Kleidung zwischen zwei Stewardessen. Auch diese beiden LPs wurden mit der Hammond-Orgel und der damals obligaten Rhythmusgruppe aufgenommen.

 

SUPER STAR SOUND HAMMOND GALA (SLE 14613-PEx / TTP 91.454)
Im Telefunken-Katalog fehlt der Suffix-Buchstabe X. Hammond H-100 mit dem Jerry Wilton Orchestra (28 Musiker).
„Live“ in den TELEC-Studios in Hamburg aufgenommen, mit zusätzlichen Orgelaufnahmen am folgenden Tag nach Abreise des Wilton-Orchesters. Eine von mehreren Produktionen, bei denen Klaus nicht selbst Produzent war; diese Rolle übernahm Franz Josef Breuer. Veröffentlichung 1971.

HAMMOND FOR CHRISTMAS
 (WEIHNACHTEN MIT KLAUS WUNDERLICH) (SLE 14618-PEX (6.21072 AF)
Im Telefunken-Katalog fehlt auch hier der AF-Suffix. Hammond H-100 mit Rhythmus. Solo-Titel sowie ausgewählte Titel mit Rhythmusbegleitung. Jede LP-Seite als durchgehendes Medley gespielt.
Es existieren drei nahezu identische Covervarianten: Die englische Rückseite ist rosa, während die beiden deutschen Ausgaben entweder blau oder violett sind. Die violette Version trägt zusätzlich den Titel WEIHNACHTEN MIT KLAUS WUNDERLICH auf dem Frontcover und die Nummer 6-21072 AF.
Vergleicht man die Cover nebeneinander, sind Kerzenpositionen und Abbrennzustände jeweils unterschiedlich; nur die rosa Version enthält englische Titelübersetzungen unter jedem Track. Veröffentlichung 1971.

HITS AGAIN SERIES
Diese Serie erschien komplett in den 1970er-Jahren und umfasste fünf Volumes. Die Volumes 1–4 nutzten die Hammond A-100 mit Rhythmusgruppe, Volume 5 präsentierte erstmals den „New Pop Organ Sound“ bestehend aus Hammond A-100 / Lowrey H-25.3 / Wersi W-248S. Auch hier schmückten attraktive Fotomodelle die Frontcover.

SOUND 2000, Telefunken

Erstmals ergänzte Klaus 1973 seine Hammond H-100 um einen Moog-Synthesizer sowie einen Bösendorfer-Flügel für Sound 2000, die erste von vier aussergewöhnlichen Produktionen. 1974 folgten Sound 2000 Vol. 2 und die reine Synthesizer-Produktion URALTEDELSCHNULZNSYNTHESIZERGAGS. 
1975 endete die Reihe mit Sound 2000 Vol. 3, bei dem Klaus wieder auf Hammond, Klavier, Moog und Rhythmus setzte. Später erklärte er, deutsche Fans hätten den Moog nicht besonders geschätzt: „Jetzt steht der Moog in der Ecke und schaut mich an!“
Später nutzte er nur noch einen kleineren Moog (Minimoog) für Basslinien.
Hier vier aus den Produktionen in der Reihenfolge 1–3 sowie am Ende ein Titel aus den URALTEDELSCHNULZNSYNTHESIZERGAGS.


 

WUNDERLICH POPS SERIES
Diese Serie umfasste nur sieben Volumes (1974–1978) und verweist jeweils auf den New Pop Organ Sound mit Lowrey H-25-3 / Wersi W-248-S / Synth-Bass / Schlagzeug und Percussion. Einige Alben waren dennoch reine Solo-Orgelproduktionen, andere nutzten ausschliesslich die Wersi Helios. Beim Album WUNDERLICH POPS 1 wurde noch auf den Namen Mr. Hammond hingewiesen. Damit sollte allen klar gemacht werden, dass es sich hier um eine Art Fortstzung der Hammond Pops Serie handelt.
Die Ausschnitte aus den Wunderlich-Pops-Platten 1–7 zeigen deutlich, wie sich der „Wunderliche“-Sound mit den Möglichkeiten seiner drei Orgeln verändert hat. Die Mehrspurtechnik hat Klaus Wunderlich wie kaum ein anderer beherrscht und eingesetzt.


 

KLAUS WUNDERLICH AN DER HEIMORGEL

Die erste „Play-along-with-Klaus“-Veröffentlichung erschien mit einem 24-seitigen Begleitheft. Der linke Stereokanal enthielt das Untermanual, der rechte das Obermanual, der Bass kam aus der Mitte.
Verwendete Instrumente: Hammond H-100 / Hohner Symphonic 909 / Wersi W-248-S / Lowrey H-25-3; Rhythmus über Ace-Tone FR8L / Hohner Auto-Rhythm / Wersi Wersimatic. Veröffentlichung 1975.
Trotz der aufwendigen Präsentation kostete das Album gleich viel wie eine normale Schallplatte. Exemplare tauchen gelegentlich bei eBay auf – der Kauf sollte stets das Notenheft einschliessen.

DREAM CONCERTO – LIEBESTRÄUME MIT KLAUS WUNDERLICH
Mit Hohner Electra Piano T, Hohner Clavinet D6 und Hohner String-Melody sowie Percussion und Schlagzeug von Hermann Mutschler.
Die Aussenhülle zeigt den vollständigen Titel, das Innencover listet die verwendeten Instrumente und enthält Begleittexte auf Deutsch und Englisch. Das Label ist rot; eine alternative Version (DKL-R 100/1/2) besitzt ein blau/silbernes Label mit Instrumentenangaben und Schwarz-Weiss-Fotos von Klaus vor Wasserhintergrund. Diese Version weist ausserdem auf eine 2-LP-Box und eine 8-Track-Cartridge-Ausgabe hin.
Vorder- und Rückcover zeigen gespiegelte Aufnahmen aus derselben Fotosession mit leichten Positionsunterschieden. Es handelt sich um die einzige vollständig elektronische Orgelproduktion von Klaus ohne Hammond-, Wersi- oder Lowrey-Instrumente.
Erstveröffentlichung 1977; Kassette: Teldec KDKC 2.8072; CD-Neuauflage 1999 als DREAM MELODIES (BLR 89 087) bei Bell Musik.

KLAUS WUNDERLICH POP PARTY Vol. 1
Telefunken 6.23802.45 / 4.238002. Veröffentlichung 1979. Wersi Helios / Synth-Bass / Schlagzeug und Percussion. In Deutschland erschienen als KLAUS WUNDERLICH – 1 HOUR PARTYGAST Nr. 1 (613800 AS.). Weitere Veröffentlichungen dieser Reihe gab es nicht, da sein Telefunken-Vertrag beendet wurde. Neuer Vertrag mit EMI, Veröffentlichungen auf dem Odeon-Label.

KLAUS WUNDERLICH IN CONCERT
Die erste davon war KLAUS WUNDERLICH IN CONCERT. ODN 1003 (EMI-Electrola 062-46230), eingespielt auf der Wersi Helios. Als Souvenir der Deutschland-/England-Tournee 1979 produziert. Die Begleittexte behaupten eine Live-Aufnahme, was viele bis heute glauben. Der offensichtlich nachträglich eingefügte Applaus zu Beginn und das Ausbleiben weiteren Applauses deuten jedoch klar auf eine Studioaufnahme hin. Veröffentlichung 1980.

 

 

 

 

Plattenfirmen von Klaus Wunderlich
Der EMI-Vertrag war kurzlebig und umfasste nur fünf Veröffentlichungen. 1983 wechselte Klaus Wunderlich zu Ariola (drei Neuaufnahmen), 1984 zu Polydor (ebenfalls drei Veröffentlichungen). 1985 kehrte er zu Telefunken zurück; der Name verschwand jedoch und wurde durch TELDEC ersetzt. Die Labels waren nun blau/weiss und violett. Einige Kassetten erschienen mit CARSETTE-Qualitätslogo.